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Schule digital

Digitalisierung – ein Projektbericht

von Heinz Hinz

Dieser Fachbeitrag ist Teil des Themenspecials Schule digital

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Worum es geht

Nachdem ein pädagogisches Konzept zur Digitalisierung erarbeitet und die digitalen Medien ausgewählt wurden, geht es nun an die Umsetzung. Im Folgenden wird ein Beispiel beschrieben, welches an der Fachschule für Organisation und Führung im Kompetenzzentrum Silberburg erstellt wurde. In diesem kleinen Projekt wurden die eigenen Geräten benutzt, weil alle Schülerinnen und Schüler schon vielfältige Erfahrungen z.B. anfertigen kleiner privater Filmaufnahmen, gemacht haben. Es soll eine kurze Videosequenz, ein kleiner Image-Film werden, der am Tag der offenen Tür dann auch der Öffentlichkeit präsentiert wird. Dafür wird auch das inzwischen eingeführte Unterstützungssystem in Anspruch genommen. Die Arbeit bezieht sich auf die Sekundarstufe.

1. Ein Projekt-Thema auswählen

Eine Lehrkraft in einer Klasse der Fachschule für Organisation und Führung, im Kompetenzzentrum Silberburg Stuttgart, hat vor, einen Imagefilm zu entwickeln. Dieser soll am Tag der offenen Tür den Gästen präsentiert werden.

Die Lehrkraft erläutert, was alles zu dem Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ gehört. Der Film soll in einer kurzen Sequenz den Schwerpunkt ihrer Arbeit und der Schule darstellen. Ausgewählt wurde ein sehr niederschwelliger Zugang der direkt über den Unterricht gestaltet werden kann.

wichtig

Sinn, Zweck und Absicht klären

Mit der Klasse werden der Sinn, Zweck und Absicht des Image-Films besprochen und die Vorgehensweise geklärt. In der Klasse bilden sich kleine hoch engagierten Teams, die sowohl mit der Lehrkraft Zusammenarbeit als auch mit dem Unterstützungssystem, der Sie bei dem Einsatz der digitalen Medien begleitet. Es besteht eine positive gegenseitige Abhängigkeit, keiner kann alleine den Image-Film in dem Zeitraum erstellen.

Ziel ist es in einem kleinen Projektplan (Design Thinking) alle Schritte darzustellen und die Teilaufgaben an die Teams in der Klasse zu vergeben und auch zu erläutern. Danach wird ein Mini-Projektplan aufgestellt und dokumentiert (Konzept, Aufwand abschätzen, Rollen verteilen). Abschließend wird noch der genaue Zeitpunkt für die Durchführung vereinbart.

Einen beispielhaften Projektplan finden Sie hier:

Handout: Projektplanung „Image-Film“ mit der Methode Design Thinking

2. Produktion eines Image-Videos

Die Produktion dieses Image-Videos ist für die Schule und die Klasse das erste und sehr kleine Unterrichtsprojekt mit digitalem Medieneinsatz. Lediglich ein Vorgespräch von 10 Minuten wurde mit der unterstützenden Lehrkraft, dem Digitalisierungsberater/Medienberater des Projektes, geführt. In drei Unterrichtseinheiten a 45 Min. produzierten Schülerinnen und Schüler einen Videoclip für den Tag der offenen Tür (authentische Herausforderung).

Die Idee zu einem Imagefilm hatten die Schülerinnen und Schüler mit der Lehrkraft als es im Unterricht über die Wirkung von Spots in der Werbung ging. Der Zeitpunkt lag zwei Wochen vor dem Tag der offenen Tür. Die Zeit drängte also ein bisschen.

Imagefilme werden im Lehrbuch als Medien im Werbemix geführt. Die unterstützende Lehrkraft (Digitalisierungsberater) schlug vor, dass die Schüler individuell Filme mit Ihren eigenen Geräten produzieren (BYOD) und die besten Ergebnisse dann von ihm und zu einem fertigen Produkt zusammengefügt und nachbearbeitet werden. Die unterstützende Lehrkraft würde eine halbstündige Einführungsveranstaltung mit praktischen Tipps durchführen. Diese Vorgehensweise wurde bereits im ersten Durchlauf des Projekts Aufnehmen und Bearbeiten von Sound erprobt und verfeinert. Der Theorieanteil ist auf ein Minimum beschränkt. Behandelt werden sollten die Themen Licht, Ton und Datentransfer – aber auch das Medium Film als Träger von Werbebotschaften.

Im Projekt „Produktion eines Image-Videos“ mit Schülerinnen und Schülern fiel besonders die rasche und unkomplizierte Umsetzung auf. Es entstanden keine Unsicherheiten. Die Lehrkraft war gleichzeitig Projektleiterin (kurze Wege). Kreative Phasen entstanden auf Seite der unterstützenden Lehrkraft (Digitalisierungsberater) zwischen den vorbereitenden Treffen und bei den Teilnehmenden während der Umsetzung. Bearbeitet wurden die Fragen:

  • Wie werden wird wahrgenommen und
  • wie wollen wir wahrgenommen werden?

Hierüber entstand ein Film, welcher von unbeteiligten als authentisch und informativ wahrgenommen wurde. Unter dem Motto Performanz wurde überlegt, inwiefern effektiver gearbeitet werden kann. Die Stop-Motion-Technik sollte beispielsweise besser erklärt werden. Bestätigt wurde die Wichtigkeit des Partners, in diesem Fall der Digitalisierungsberater/Medienberater des Projektes.