Mein Arbeitsplatz

Die Basis legen

Den Weg zur Digitalisierung vorbereiten

von Heinz Hinz

Dieser Fachbeitrag ist Teil des Themenspecials Schule digital

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Worum es geht

Digitalisierung an Schule ist mehr, als die bloße Anschaffung entsprechender Hardware. Schulleitungen, Teams und Kollegien stehen vor der Aufgabe, einen Einstieg zur Weiterentwicklung ihrer Lernarragements über die Nutzung von digitalen Medien über die Lernkultur zu gestalten. Dafür ist es erforderlich:

  • sich gemeinsam auf sieben zentrale Kompetenzen zu einigen,
  • Prinzipien für gelungenes Lernen festzulegen,
  • Einstiegsmöglichkeiten für digitale Medien , vor dem Hintergrund sozialer Anerkennung, wirkungsvoll für Lernprozesse einzusetzen..

Häufig beschäftigen sich die Kollegien bei dem Thema der Digitalisierung der Schule ausschließlich mit der Diskussion über die Ausgestaltung der entsprechenden Endgeräte und bleiben in dieser Diskussion gefangen – auch in der Diskussion über deren Kosten. Sicherlich bedarf es eine Grundausstattung, wie Beamer, Smartboard, Laptops oder auch iPad.

Das zentrale Thema zu Beginn ist aber die Frage nach der Lernkultur und den Kompetenzen, welche unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte zur Bewältigung des 21. Jahrhunderts benötigen. Zur Vorbereitung in einem Kollegium, ganz unabhängig, welche Schulart und auch bezogen auf ihre Größe, stellen sich drei zentrale Fragen:

wichtig

  1. Welche Kompetenzen benötigen die Schülerinnen und Schüler, um die Herausforderungen des 21. Jahrhundert bewältigen zu können.
  2. Wie wird sich Lehren und Lernen in den kommenden zehn Jahren entwickeln?
  3. Wie gestaltet sich wir dann die Lernkultur und Unterstützung mit entsprechend digitalen Medien?

Kompetenzen

Welche Kompetenzen benötigen die Schülerinnen und Schüler, um die Herausforderungen des 21. Jahrhundert bewältigen zu können.

Im Verlaufe des dreijährigen Forschungsprojektes (Lernkultur und Digitalisierung) haben Hinz, Burow (2018) ein detailliertes didaktisches Vorgehen entwickelt, welches ausgehend von den zentralen Kompetenzen eine neue Lernkultur entstehen lässt.

Es handelt sich um die Gestaltung von Potenzialentwicklungsräumen in neuartiger Weise. Sie kombinieren Lernen in Begegnung vor Ort mit virtuellen Lernräumen im Sinne von Blended Learning bzw. den Einsatz unterschiedlicher digitaler Medien.

Ausgangspunkt waren hier die derzeit diskutierten Kompetenzen des 21. Jahrhunderts, die unsere Schüler zur erfolgreichen und gelingenden Bewältigung ihrer Zukunft benötigen.

Hierbei wurden sieben zentrale Kompetenzen für die Bewältigung von zukünftigen Herausforderungen definiert.

Zentrale zukunftsorientierte Kompetenzen

1) Potentiale erkennen und freisetzen. Mein Kompetenz-Profil schärfen. Wie kann ich meine Kompetenzen, mein Talent bezogen auf die Herausforderung reflektieren und einschätzen. Die Kompetenz sich einen Bezugsrahmen zu setzen, individuelle Ziele zu identifizieren sowie die Fähigkeit Aufgaben und Herausforderungen nach Bedeutung zu gewichten. (personal mastery). Die Fähigkeit eine dynamische, aufeinander abgestimmte Ordnung (=Kohärenz) herstellen zu können – auf Basis von Verstehbarkeit (comprehensibility), einem Gefühl von Bedeutsamkeit oder Sinnhaftigkeit (meaningfulness) und Handhabbarkeit (manageability).Die Fähigkeit Autonomie über das eigene Handeln zu erlangen und sich für jede Art neuer Erfahrungen zu öffnen. Sich als Akteur erleben.

2.) Die Grundhaltung Entscheidungen und Arbeitsschritte auf überindividueller Ebene zu denken und die Fähigkeit viele verschiedene Aspekte zusammenführen und kombinieren zu können. Eine starke Ausprägung für die Lust auf neue und andersartige Erfahrungen und auf das Durchbrechen von Routinen. Die Fähigkeit die Individualität anderer anzuerkennen und in das eigene Handlungsschema zu integrieren.

Die Orientierung an Wir-Qualitäten, also der Fähigkeit das Leistungsvermögen und das Wollen des gesamten Teams zu berücksichtigen. Nutzung der integrativen Kraft der Synergie.

3.) Die Fähigkeit in gemeinsamer Arbeit und in gemeinsamer Absicht Lösungen zu entwickeln, die alle mittragen können. Die Fähigkeit kommunikative Rahmenbedingungen zu ermöglichen und zu nutzen, um ein kreatives Miteinander zu gestalten. Die Fähigkeit sich auf einen gemeinsamen kreativen Prozess einzulassen und eine potentielle gemeinsame Zukunft zu erspüren. Die Fähigkeit, mit Phantasie und Einfallsreichtum neue und sinnvolle Ideen, Handlungen oder Gegenstände zu konstruieren und in relevanten Feldern zu etablieren.

4.) Die Fähigkeiten eigene Potentiale und die der anderen auszuschöpfen, die Ziele kennen und einzuhalten sowie die reflexive Fähigkeit kritisch den ein-geschlagenen Weg zu prüfen. Die Fähigkeit sich in einen Teamprozess einzugliedern und gemeinsame getroffene Entscheidungen konsequent einzuhalten. Die Fähigkeit zur Stärken-Schwächen-Analyse. Fähigkeiten auf Beziehungs- und Sachebene Ziele und Aufträge zu klären, Projektstrukturen einzurichten, Terminpläne aufzustellen und Ressourcen zu planen. Die Kompetenz systemisch zu denken.

5.) Die Fähigkeit uneigennützig eine ehrliche und wertschätzende Rückmeldung zu geben. Kenntnisse über die Regeln von Feedback, über die Bedeutung von Sprache und nonverbalen Signalen sowie die Fähigkeit zu Authentizität. Die Fähigkeit zum vernetzten Denken, der Diagnose von Handlungsabläufen sowie der Überwindung von Abteilungs- und Zuständigkeitsgrenzen. Der Wille und die Lust an der dynamischen Verbesserung von Prozessen, Zielen und Produkten.

6.) Die Haltung das eigene Handeln und das der anderen wohlwollend zu betrachten und dieses zu kommunizieren. Die Fähigkeit auf die Potentiale und nicht auf die Defizite zu fokussieren. Die Fähigkeit zur Visualisierung, Kommunikation und Präsentation von Handlungen, Produkten und Zielen. Die innere Haltung sich für Dinge, Handlungen und Personen zu begeistern und damit sich selbst und andere zu motivieren.

7) Die innere Stärke Misserfolge, berufliche Fehlschläge oder Niederlagen zu meistern und kreativ und flexibel in Krisen zu agieren. Sowie die Fähigkeit sich in einen Gegensatz zu den beherrschenden Auffassungen (Glaubenssätze/Musterbrecher) im Team oder in der Institution zu setzen. Die Fähigkeit Reize und Informationen zu filtern und die richtigen und wichtigen Die innere Stärke Misserfolge, berufliche Fehlschläge oder Niederlagen zu meistern und kreativ und flexibel in Krisen zu agieren. Sowie die Fähigkeit sich in einen Gegensatz zu den beherrschenden Auffassungen (Glaubenssätze/Musterbrecher) im Team oder in der Institution zu setzen. Die Fähigkeit Reize und Informationen zu filtern und die richtigen und wichtigen Informationen erkennen zu können. Die Fähigkeit seine persönlichen Ziele mit den Zielen des Teams verbinden und konsequent verfolgen zu können.

Die Fähigkeit das eigene Verhalten unter Berücksichtigung der Kontextbedingungen kompetent zu steuern und als strategische Handlungsplanung zu vertreten. Informationen erkennen zu können. Die Fähigkeit seine persönlichen Ziele mit den Zielen des Teams verbinden und konsequent verfolgen zu können. Die Fähigkeit das eigene Verhalten unter Berücksichtigung der Kontextbedingungen kompetent zu steuern und als strategische Handlungsplanung zu vertreten.