Mein Arbeitsplatz

Übergänge inklusiv

Begeisterung für den Schulanfang wecken

von Karin Petzold

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Worum es geht

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist seit jeher ein wichtiger Schritt, der gut vorbereitet sein will. An der inklusiven Schule gilt das in besonderem Maße. Lesen Sie hierzu,

  • welche Bedingungen den Kindern helfen, den Schuleintritt positiv zu erleben,
  • wie die Zusammenarbeit mit dem
  • Kindergarten gestaltet werden kann,
  • welche zeitlichen und personellen
  • Ressourcen einen sanften Übergang herbeiführen und
  • wie Eltern in den Prozess einbezogen werden können.

1. Alle sind willkommen – auf jedes Kind vorbereitet sein

Die Anmeldungen für das nächste Schuljahr stehen bald schon wieder an und wie in jedem Jahr stellen sich die spannenden Fragen:

  • Welche neuen Schülerinnen und Schüler kommen an die Schule?
  • Welche Voraussetzungen und welche Besonderheiten bringen sie mit?
  • Welche Vorbereitungen können wir treffen, dass sich alle neuen Kinder an unserer Schule wohl fühlen und optimal lernen können?

Mustervorlage: Terminplan zur Vorbereitung auf die Schulanfänger

Alle sind willkommen

Diese Fragen setzen bereits einiges voraus: An Ihrer Schule wird an einem Strang gezogen. Ihr Kollegium steht geschlossen hinter dem Gedanken, dass die Schule für alle Kinder bestmögliche Voraussetzungen schafft, die sich dem einzelnen Kind individuell anpassen. Die Einigkeit und Offenheit in Ihrem Kollegium führt zu einem guten Klima, in dem sich alle wohl fühlen und in dem wirklich alle Neuen willkommen sind.

Sie, die Schulleitung und die Lehrerinnen und Lehrer sorgen, wenn nötig bereits im Vorfeld, dafür, dass jedes Kind seine besonderen Bedingungen vorfindet. So kann z. B.

  • für ein Kind mit Konzentrationsschwierigkeiten ein ruhigerer Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, der sich mit der Entwicklung des Kindes verändert, oder
  • der Raum erhält eine Geräuschdämmung zur Vorbereitung auf ein Kind mit Hörproblemen.

Sie berücksichtigen also die Besonderheiten jedes Kindes, ob die zur Stärkung notwendige Lieblingsfreundin oder der Lieblingsfreund am Tisch sitzt, die Nähe zur Lehrerin, zum Lehrer oder der ruhige Arbeitsplatz gegeben ist.

Inklusives Schulprofil

Solche Maßnahmen bringen zum Ausdruck, dass sich Ihre inklusive Schule den Kindern anpasst und diese unabhängig von ihren Begabungen und Beeinträchtigungen willkommen heißt.

Die Heterogenität in der Schullandschaft wird nicht nur berücksichtigt, sie ist ausdrücklich erwünscht. Nicht einer bekommt ‚Extrawürste‘, sondern in gewissem Maße jeder – denn alle sind unterschiedlich. Die Akzeptanz gegenüber Menschen mit unterschiedlichsten Wesensarten, Beeinträchtigungen, Herkünften, Behinderungen und Talenten wird gefördert.

Dieses inklusive Profil der Schule wirkt sich auch positiv auf das Umfeld der Kinder aus, das die Vorfreude auf den Übergang in die Grundschule noch fördern kann. Dazu gehören

  • die Eltern,
  • die Pädagogen der Kindergärten sowie im weiteren Umfeld
  • die Logopäden, Therapeuten, Schulärzte, Nachbarschaft, Großeltern etc.

Um bereits zu Schuljahresbeginn bzw. vor dem ersten Besuch des Schulanfängers auf das einzelne Kind vorbereitet zu sein, sind folgende Punkte wichtig:

  • persönliche Kontakte und Gespräche u. a. mit den Eltern,
  • unterschiedlichste Informationsquellen aus dem persönlichen Umfeld der Kinder und
  • die enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten.

2. Gemeinsame Planung – Kooperation mit den Kindergärten

Wie können Sie den Übergang an Ihre inklusive Grundschule optimal gestalten? Wichtig sind als Grundlage vor allem Kooperationsverträge oder Kooperationsvereinbarungen mit Kindergärten in Ihrem Einzugsgebiet. In diesen Vereinbarungen sollte

  • die regelmäßige Zusammenarbeit und
  • die Aufnahme aller Kinder

festgeschrieben sein.

wichtig

Gemeinsamer Übergang der Kindergruppe

Speziell für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind die Zusicherungen eines Schulplatzes, ein begleiteter Übergang und ein Schulstart mit einer ihnen bekannten Kindergruppe hilfreich.